Screenshot von der „Krisenkinder-Umfrage“ bei SPON (vom 16.06.2009) – Mittlerweile haben die Macher der Umfrage nachgebessert und doch noch eine 3.Option eingefügt: „eher gar nicht“
Die ganze Story gibt’s beim Spiegelblog…
Screenshot von der „Krisenkinder-Umfrage“ bei SPON (vom 16.06.2009) – Mittlerweile haben die Macher der Umfrage nachgebessert und doch noch eine 3.Option eingefügt: „eher gar nicht“
Die ganze Story gibt’s beim Spiegelblog…
Aaaaaalso, der Autor des Artikels bei Onlinezeitung24 hat nun damit herausgerückt, daß seine Formulierung „Bei Wikipedia Deutschland war am 12.06.2009 in Berlin niemand bereit, dieses konkrete Ereignis zu kommentieren, geschweige denn zu erklären.“ auf der Tatsache beruht, daß er an dem Tag nicht sofort die Pressesprecherin ans Telefon bekommen konnte und aus der Warteschleife geschmissen wurde. Letzteres kommt immer wieder mal vor, ersteres ist auch nicht sonderlich verwunderlich wenn man bedenkt, daß die meisten Leute bei Wikimedia ehrenamtlich arbeiten und nicht unbedingt auf Abruf bereitstehen. Insofern relativiert sich für mich die gemachte Aussage etwas.
Daß die Diskussion archiviert wurde, finde ich ehrlich gesagt auch nicht sonderlich verwunderlich. Denn eine (Online-)Enzyklopädie gibt nun mal die herrschende Lehrmeinung wieder und hat wenig Verwendung für skurrile, abweichende Meinungen — auch wenn sie in 5 Jahren als wahr anerkannt werden. Ich möchte hier explizit darauf hinweisen, daß ich mit „skurril“ keinerlei Wertung verbinde, sondern lediglich die abweichende Meinung relativ zur gegenwärtigen Lehrmeinung positionieren will. Leute wie Frank Reinhart tun also nur ihren undankbaren Job und verteidigen in endlosen Diskussionen, daß der Inhalt von Wikipedia die vorherrschende Lehrmeinung korrekt reflektiert und sich nicht in unüblichen Spitzfindigkeiten versteigt. Daß diese Lehrmeinung vielleicht in wenigen Jahren überholt sein wird und Frank Reinhart dann vielleicht als leichtgläubiger Helfer des aktuellen Steuersystems gebrandmarkt wird, steht auf einem anderen Blatt. Wikipedia ist keine (Diskussions-)Plattform, auf der Lehrmeinungen überholt und verworfen werden. Dafür gibt es wissenschaftliche Kongresse und Journale.
Also, bitte fleißig weiterspenden – die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Wikimedia/Wikipedia tun einen verdammt guten, oft undankbaren Job! Hut ab!
Wow, das ging schnell! Hier kommt die Antwort von Wikimedia reingeflattert. Ich habe sie schon als Kommentar unter den Artikel gesetzt – mal sehen, ob der Autor des Artikels die entstandenen Zweifel ausräumen kann, indem er/sie in der Tat einen konkreten Ansprechpartner bei Wikipedia bennent. Hier die komplette Antwort von Wikimedia – es bleibt spannend:
Sehr geehrter Herr Schulz,
Wikipedia ist ein gemeinschaftliches Projekt mit dem Ziel, eine Enzyklopädie von bestmöglicher Qualität zu schaffen.
Für die Arbeit an der Wikipedia gelten einige Richtlinien und Empfehlungen, deren Einhaltung von den Teilnehmern als wichtig oder gar notwendig und essenziell eingestuft wird.
Als Projekt zur Erstellung einer Enzyklopädie muss sich Wikipedia darauf beschränken bekanntes Wissen abzubilden. Aussagen, die nur auf persönlichen Erkenntnissen von Wikipedianern basieren, gehören nicht in die Artikel. Für die Inhalte eines Artikels ist es irrelevant, was ein Wikipedia-Autor als „Wahrheit“ ansieht; zu ermitteln und darzustellen ist vielmehr, wie das Thema von überprüfbaren, verlässlichen Quellen „da draußen in der Welt“ gesehen wird. [1]
Oder wie es der Forenteilnehmer bei Onlinezeitung24.de formuliert: „Es erscheint mir unklar, ob der Autor nur allein die Nichtigkeit des Umsatzsteuergesetzes erkennt.“Weitere Grundlagen inhaltliche Grundlage für dieses Projekt sind der Neutrale Standpunkt [2] und der Pflicht zur Angabe von Belegen [3].
Diese Belegpflicht sagt aus, dass Wikipedia-Artikel belegt sein sollen und sich dabei nur auf zuverlässige Publikationen stützen dürfen. Die Angabe von Belegen dient dazu, die Nachprüfbarkeit der Information zu gewährleisten.
Weder im Artikel, noch in der darauffolgenden Diskussion konnte ich einen belastbaren Beleg im Sinne unserer Richtlinien erkennen.
Auch wenn es für mich im Prinzip nicht relevant ist, aber auch aus dem Artikel der Onlinezeitung24.de kann ich nicht entnehmen auf welche Quellen sich der Autor stützt.Natürlich ist es naheliegend Zensur zu rufen, gerade und erst recht wenn etwas passiert, dass nicht in mein ureigenes Konzept passt. Aber persönlich kommentiere ich die freundliche Antwort meiner Tageszeitung, dass man meinen Leserbrief aus Gründen mangelnder Qualität nicht abdrucken möchte nicht mit einem Zensurvorwurf.
Ich hätte dabei das ungute Gefühl das Unrecht im Iran oder China mit einer solchen Reaktion zu verharmlosen und zu relativieren.Was die Anfrage bei Wikipedia angeht weiß ich nicht, wo der Autor des Onlinezeitung-Artikels angefragt hat. Ich kann nur feststellen ein Wikipedia Deutschland existiert nicht und bei Wikimedia Deutschland, dem Verein den Sie unterstützen und dessen Ziele ich als Ehrenamtlicher durch die Beantwortung von Fragen wie Ihrer unterstütze, ist zu diesem Thema am 12. Juni 2009 unter dieser Adresse keine Anfrage eingegangen. Vielleicht könnte der Autor ja genauer erklären, wen er am vergangenen Freitag anfragen wollte und auf welchem Wege.
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Keine_Theoriefindung
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Neutraler_Standpunkt
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:BelegeMit freundlichen Grüßen
Steffen HeinrichWikimedia-Support-Team
http://wikimedia.org
Die letzten Jahre habe ich immer mal wieder Beträge so um die 20 Euro für die Wikipedia gespendet, weil es eine gute Sache ist, jedem kostenlos den Zugang zu unzensierten Informationen und Links auf weiterführende Quellen zu ermöglichen. Und ich muß auch gestehen, daß ich doch sehr häufig mal schnell bei Wikipedia etwas nachschlage und meinen Obelix dafür gern und freiwillig entrichte.
Aber heute wurde ich auf diesen Artikel hier aufmerksam gemacht: „Wieviel Wahrheit verträgt Wikipedia wirklich“
Dies stellt aus meiner Sicht das Wiki-Prinzip auf den Kopf und macht das ganze Wikipedia-Projekt einfach nur noch unglaubwürdig. Daß Wikipedia immer wieder zur Meinungsbildung genutzt wird (durch Parteien, Scientology,…) ist mittlerweile Allgemeingut und überrascht nur noch wenige. Doch bisher ist Wikipedia immer dagegen vorgegangen und hat das Möglichste getan, um so etwas zu verhindern. Daß Wikipedia jetzt mit denjenigen an einem Strang zieht, die eine objektive Darstellung des Themas zu verhindern suchen, ist neu.
Ich habe die folgende eMail an Wikimedia Deutschland geschrieben – bleibt abzuwarten, ob eine Antwort kommt:
Betreff: Bitte um Stellungnahme zum Artikel „Wie viel Wahrheit verträgt Wikipedia wirklich“
Sehr geehrte Damen und Herren,
als regelmäßiger Nutzer und finanzieller Unterstützer der Wikipedia, bin ich durch den o.g. Artikel der Onlinezeitung 24 aufgeschreckt worden.
http://www.onlinezeitung24.de/article/1841
Daß die Wikipedia durch Dritte zu Zwecken der Meinungsmache mißbraucht wird und wurde, ist kein Geheimnis mehr. Aber diesmal scheint es so, als ob die Betreiber von Wikipedia die Zensur unterstützen und sich einer objektiven Behandlung des Themas aktiv entgegenstellen.
Daher bitte ich Sie um Stellungnahme zu den in dem Artikel vorgebrachten Anschuldigungen.
Mit freundlichen Grüßen,
Hans-Jörg Schulz
Ich hab es jetzt eine ganze Weile ausgehalten, aber heute reichts mir: ich muß jetzt wirklich mal kräftig über die Leute lästern, die glauben, daß das altbekannte Periodensystem der Elemente ein universelles Designprinzip verkörpert. Nein, es war nicht so, daß sich der gute alte Mendelejew zuerst eine möglichst komische Tabellenform ausgedacht und dann verzweifelt die chemischen Elemente da irgendwie hineingepuzzelt hat. Er hielt es eher mit den Bauhäuslern (nicht zu verwechseln mit den Häuslebauern!) und hat die Form nach der Funktion gerichtet. Und die gewählte Tabellenform scheint auch nicht unbedingt die Beste zu sein, denn es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Gegenvorschlägen – z.B. eine Spiraldarstellung. Daher sind alle der gerade im Internet erscheinenden Periodensysteme weder nützlich noch notwendig, sondern einfach nur sinnfreie Anordnungen nach einem veralteten Muster:
Hab ich irgendein besonders häßliches Exemplar vergessen? Einfach in die Kommentare schreiben!
Das Internet animiert ja Leute dazu, alles mögliche und unmögliche zu sammeln: von niedlichen, schläfrigen Dingern, über Monitortierchen (Hallo Ingo!) bis hin zu Abbildungen von Dinosaurier und Robotern, die intime Momente miteinander teilen.
J.J. – der Blogautor vom Mindflowers Blog – sammelt nun also Bilder von Leuten mit schiefen Brillen. Nachdem ich mir das eine Weile mit angesehen habe (Sammlung Teil 1, Sammlung Teil 2), hab ich nun neulich also mal auch ein eigenes, schön bescheuertes Photo bei J.J. eingereicht und bin prompt auf seinem Blog gelandet: Sammlung Teil 3!
J.J. sucht noch Bilder. Also gebt Euch einen Ruck und schickt ihm Eures! Hier ist meines, daß Ihr auch auf dem Mindflowers Blog zu sehen kriegt – nicht erschrecken!
Guckt Ihr hier: www.supersizedmeals.com